Überspringen zu Hauptinhalt

Vasektomie (Sterilisation des Mannes)

Die Vasektomie stellt neben der Sterilisation der Frau eine der sichersten Verhütungsmethoden dar und ist dabei sogar zuverlässiger als beispielsweise orale Kontrazeptiva oder die Spirale. Bei diesem kleinen operativen Eingriff werden die Samenleiter durchtrennt und unterbunden, wodurch der Transport von Samenzellen dauerhaft unterbunden wird.

Der Eingriff erfolgt in unserer Praxis in der Regel ambulant in Lokalanästhesie, auf Wunsch auch in Kurznarkose unter anästhesiologischer Betreuung. Im Gegensatz dazu erfordert die Sterilisation der Frau (Tubenligatur) einen operativen Eingriff in den Bauchraum in Vollnarkose und ist mit einer höheren körperlichen Belastung sowie einem erhöhten Komplikationsrisiko verbunden.

Ablauf des Eingriffs

Im Rahmen der skalpellfreien Vasektomie erfolgt der Zugang zum Samenleiter über eine minimalste Hautöffnung (ohne klassischen Hautschnitt) von etwa 1 cm. Der Samenleiter wird dabei schonend freigelegt. Anschließend wird ein circa 1–2 cm langes Segment entfernt und die Enden sicher unterbunden. Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit werden die Enden zusätzlich koaguliert und so verlagert, dass sie durch eine Gewebeschicht voneinander getrennt sind.

Die Haut wird mit einer selbstauflösenden Naht verschlossen. Der Eingriff dauert in der Regel etwa 20 Minuten und ist nahezu schmerzfrei.

In unserer Praxis werden jährlich rund 150 Vasektomien erfolgreich durchgeführt – mit steigender Tendenz, da sich immer mehr Männer aktiv und verantwortungsbewusst an der Familienplanung beteiligen.

Endgültigkeit der Methode

Ziel der Vasektomie ist eine dauerhafte Unfruchtbarkeit. Daher sollte die Familienplanung abgeschlossen sein und kein weiterer Kinderwunsch bestehen.

Es ist wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass eine Wiederherstellung der Zeugungsfähigkeit (Refertilisierung) nur durch einen mikrochirurgischen, aufwendigen Eingriff möglich ist und selbst dann keine Erfolgsgarantie besteht.

Nachsorge und Sicherheit

Nach einer Vasektomie können über mehrere Monate hinweg noch befruchtungsfähige Spermien in der Samenflüssigkeit vorhanden sein. Daher ist in dieser Zeit weiterhin eine zusätzliche Verhütung erforderlich.

Erst wenn in 2–3 Ejakulatanalysen im Abstand von jeweils 4–6 Wochen keine Spermien mehr nachweisbar sind, kann in der Regel etwa 3 Monate nach dem Eingriff auf weitere Verhütungsmaßnahmen verzichtet werden.

Auswirkungen auf Sexualität und Hormonhaushalt

Die Vasektomie hat keinen Einfluss auf die Potenz des Mannes. Auch der Hormonhaushalt bleibt unverändert. Erektion, Orgasmus und Samenerguss werden durch den Eingriff nicht beeinträchtigt.

Lediglich die Menge der Samenflüssigkeit ist geringfügig reduziert, was in der Regel nicht wahrgenommen wird.

Beratung und Terminvereinbarung

Eine Vasektomie ist ein gut planbarer Eingriff, der eine sorgfältige individuelle Beratung voraussetzt. In einem persönlichen Gespräch klären wir alle medizinischen Aspekte, beantworten Ihre Fragen und besprechen gemeinsam, ob diese Form der Verhütung für Sie geeignet ist.

Gerne vereinbaren wir mit Ihnen einen Beratungstermin – kontaktieren Sie uns telefonisch oder nutzen Sie unsere Online-Terminvergabe.

An den Anfang scrollen